Friseurmeister Daniel Schmid mit den neuen Azubis Felix Müh und Ina Taigel

Friseurmeister Daniel Schmid mit den neuen Azubis Felix Müh und Ina Taigel

Mit Optimismus in die Zukunft

Zwei neue Auszubildende starten am 1. August mit Volldampf bei uns ihre Ausbildung im Friseurhandwerk. Wir freuen uns sehr, mit Ina Taigel und Felix Müh zwei junge Menschen in unserem Team begrüßen zu können, die von der Zukunft und den Möglichkeiten unseres Friseur-Berufs überzeugt sind. Ina Taigel ist 16 Jahre alt und stammt aus Kohlstetten. Hairstyling und Kosmetik interessieren sie sehr. Und auch in ihrer Freizeit betätigt sie sich kreativ: sie zeichnet und gestaltet gerne. Felix Müh ist 17 und stammt aus einer alteingesessenen Friseurfamilie in Erpfingen. Schon in dritter Generation betreiben die Friseure der Familie Müh dort ihren Salon. Das Thema Haare wurde Felix gewissermaßen in die Wiege gelegt. Beide, Ina und Felix, sind überzeugt, mit der Ausbildung zur Friseurin bzw. zum Friseur die richtige Wahl getroffen zu haben. Schließlich, das wissen beide, ist das Friseurhandwerk einer der ältesten Berufe überhaupt.

Haarpflege gab es schon vor 6000 Jahren

Der Beruf des Friseurs zählt zu den ältesten Berufen. Schon um etwa 4000 v. Chr. wurde im alten Ägypten der Pflege der Haare wie der Kopfhaut ein großer Stellenwert eingeräumt. Wie bei den Römern waren es meist Sklaven – Frauen und Männer –, die ihre Herrscherinnen und Herrscher salbten, ölten und ihnen die Haare frisierten. Die Körperpflege in luxuriösen Bädern stand bei den wohlhabenden Römern ganz hoch im Kurs. Um 900 n. Chr. wurden dann die ersten Badestuben von „Badern“ betrieben, die ihren Kunden Bäder anboten und die Haare und Bärte schnitten und pflegten. Barbiere übten dieselbe Tätigkeit aus, hatten jedoch keine eigenen Badestuben, sondern zogen durch die Dörfer und Städte. Beide, Bader und Barbiere, zogen auch Zähne, behandelten Wunden oder ließen ihre Kunden zur Ader. Mit der Pest im Mittelalter wurden die Badestuben gemieden, weil man Angst vor Ansteckung hatte.

Friseur kommt von „friser“ und das stammt aus dem Französischen und bedeutetet „sich kräuseln“ oder „wellen“.

Friseur kommt von „friser“, und das stammt aus dem Französischen und bedeutetet „sich kräuseln“ oder „wellen“.

Der Friseur wird zum Coiffeur

Im 16. Jahrhundert spielten in Paris die Coiffure eine wichtige Rolle am Hof. Die Perücke trat in der vornehmen Gesellschaft in ganz Europa ihren Siegeszug an. Je kunstvoller und höher die Perücke, desto höher stand der oder die Trägerin: Perücken waren ein Statussymbol. Die Perückenmacher (Peruquier) waren hoch angesehen und verdienten bei Hofe gutes Geld. In der Französichen Revolution (1789 bis 1799) rollten dann viele Köpfe und mit ihnen die Perücken. Normale, natürliche Haare waren jetzt wieder angesagt. Ende des 19. Jahrhunderts schlossen sich die Damen- und Herrenfriseure und die Barbiere in Handwerksinnungen zusammen, die wir noch heute kennen. Die Innungen dienen der Förderung und Vertretung eines Berufsstandes. Das Friseurhandwerk gehört heute zu den Gewerben für Gesundheits- und Körperpflege. Entsprechend hoch sind daher nicht erst seit Corona die hygienischen Standards in unserem Beruf. (Quelle: StreetHair, ein Blog des Arbeitsbereichs Mode und Ästhetik an der Technischen Universität Darmstadt)

Haare haben Zukunft

Friseurmeister Daniel Schmid von Daniel Schmid FrisöreRund 80.600 Betriebe im Friseurhandwerk gab es lt. Statista zum Stichtag 31.12.2019.  Fast 20.000 Auszbildende zählte man im Jahr 2019 im Friseurhandwerk in Deutschland. Damit ist der Friseurberuf der viertstärkste Ausbildungsberuf überhaupt. Bei weiblichen Azubis ist Friseurin sogar der beliebteste Ausbildungsberuf. Wie viele junge Menschen im Jahr 2020 diesen schönen Beruf erlernen möchten, steht noch nicht fest. Aber unsere Friseurinnen und Friseure sind ganz sicher, dass es nichts Schöneres gibt, als sich um die Haare und den Look von Ihnen, unseren Gästen, zu kümmern. Und wir sind überzeugt, dass unsere Arbeit von keinem Roboter der Welt gemacht werden kann.

In diesem Sinne freuen wir uns auf Ihren nächsten Besuch bei uns und wünschen Ihnen schöne erholsame Sommertage!

Ihr Daniel Schmid und das gesamte Team

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