Nachhaltig einkaufen: immer mehr Modelabels informieren über den kompletten Herstellungsprozess

Nachhaltig einkaufen: immer mehr Modelabels informieren über den kompletten Herstellungsprozess

Ferienjob: Klima retten

Die von vielen Schülern ersehnten Sommerferien sind in Baden-Württemberg und Bayern nun in vollem Gange. In anderen Bundesländern wie Berlin, Brandenburg, Hamburg oder Hessen hat die Schule bereits wieder begonnen. Doch anstatt auf der faulen Haut zu liegen, verbringen einige Schüler und Studenten einen Teil ihrer Ferien damit, weitere Veranstaltungen von „Fridays for Future“ im Herbst vorzubereiten. Dieses Engagement ist wirklich vorbildlich und sollte allen Politikern, die diese jungen Menschen nicht ernst nehmen wollen, ernsthaft zu denken geben.

Der Greta-Effekt

Auch was die Ferien betrifft, ist in vielen Familien mit jugendlichen Kindern der sogenannte „Greta-Effekt“ längst angekommen. Das soll nicht heißen, dass niemand mehr in Urlaub fliegt oder eine Schiffsreise unternimmt. Aber die allgemeine Achtsamkeit für das Klima hat doch zugenommen. Und sei es nur, dass man alte Gewohnheiten hinterfragt und über Alternativen nachdenkt. Und keine Zeit bietet dazu bessere Gelegenheit als die Urlaubszeit, schließlich unterliegt man hier nicht den selben Sachzwängen wie im hektischen Arbeitsalltag.

Weniger ist besser

Vor ein paar Wochen hatte ich in einem Beitrag ein interessantes Buch vorgestellt, „Das Kleiderschrank-Projekt“ von Anuschka Rees, bei dem es um Stilfindung geht; aber auch, sozusagen im Nebeneffekt, um bewussteres Einkaufen von Kleidungsstücken. Gut hergestellte Kleidung, die einem wirklich passt und in der man sich wohlfühlt, sortiert man nämlich nicht nach einer Saison wieder aus. Nur, wie findet man heraus, ob ein Kleidungsstück gut und nachhaltig produziert wurde? Ein Blick auf das Etikett unserer Kleidung mag uns verraten, wo es produziert wurde, aber längst nicht wie. Und was ist das überhaupt, nachhaltige Mode?

Was versteht man überhaupt unter nachhaltiger Mode?

Egal wie die Bezeichnungen sind, ob von nachhaltiger Mode, Eco Fashion, grüner Mode, Sustainable Fashion oder Ökomode die Rede ist: All diese Begriffe stehen für Bekleidung, die ressourcenschonend und aus umweltfreundlichen Materialien hergestellt sind und bei deren Herstellung außerdem soziale Aspekte und ein fairer Handel berücksichtigt werden. Inzwischen gibt es einige Modelabels, die bewusst für mehr Transparenz in ihrer Herstellung sorgen. Teilweise kann man die Herstellungskette sogar Schritt für Schritt mitverfolgen.

Geht das: mode- und umweltbewusst?

Lange Zeit galt Ökomode als eintönig und langweilig, auf keinen Fall aber als modisch. Das ist aber längst Schnee von gestern. Influencerinnen wie beispielsweise das Model Marie Nasemann beweisen das Gegenteil. Marie Nasemann dürfte manchen Leser*innen unseres Frisurenblogs vielleicht noch von ihrer Teilnahme bei der Fernsehshow Germany’s Next Topmodel bekannt sein. Sie fiel nicht nur wegen ihrer besonderen Schönheit auf, sondern auch, weil sie schon damals nicht so angepasst schien.

Heute arbeitet Marie Nasemann nicht nur als Model, sondern auch an einem bewussteren Umgang mit Kleidung. Auf ihrem Blog Fairknallt findet man nicht nur eine lange, alphabetisch angeordnete Liste mit nachhaltigen Modeunternehmen, sondern auch kurze, informative Erläuterungen zur Nachhaltigkeit verschiedener Materialien, die in der Modeindustrie eingesetzt werden, und auch zusammenfassende Informationen zu verschiedenen Öko-Zertifikaten und Siegeln. Eine Internetseite, wo es sich lohnt, mal reinzuschauen!

Auf anderen Seiten, wie zum Beispiel dem Fashion-Portal Nachhaltige Mode, kann man ganz gezielt nach Bekleidungssstücken aller Art suchen, die nachhaltig produziert werden.

Herzliche Grüße

Daniel Schmid

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